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Tipps rund um das Ei

Von "Ei"nkauf bis Zuber"Ei"tung


Eier sind in der Küche vielseitig verwendbar und sehr beliebt, ob beim Backen, Braten oder Kochen. Und zur Osterzeit gehören die bunt bemalten Eier traditionell auf jeden Ostertisch. Jeder Bundesbürger isst durchschnittlich 211 Eier im Jahr! Davon sind ca. 40% verarbeitet in Lebensmittel, wie z.B. Kuchen und Nudeln.

Beim Umgang mit rohen Eiern ist allerdings Vorsicht geboten. Denn es kann nie ganz ausgeschlossen werden, dass sie Salmonellen enthalten. Deshalb hier ein paar einfache Regeln und der Genuss wird nicht getrübt:

Einkauf und Lagerung

  • Eierkennzeichnung - das steht auf dem Eierkarton:- Name, Anschrift und Kennnummer der Packstelle
    - Güteklasse: A (im Einzelhandel und auf Märkten dürfen nur Eier der Güteklasse A angeboten werden)
    - Gewichtsklasse: S (klein), M (mittel), L (groß) und XL (sehr groß)
    - Anzahl
    - Mindesthaltbarkeitsdatum
    - das Legedatum kann freiwillig angegeben werden
  • Eierkennzeichnung - das steht auf dem Ei
    Seit dem 1. Januar 2004 ist es für alle Erzeuger EU-weit Pflicht die Eier mit einem Erzeugercode zu kennzeichnen.

    So kann der Stempel z.B. aussehen: 1-DE-1234501
    - Die erste Ziffer gibt die Haltungsform der Hühner an:
    0 = Biohaltung, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung,
    - der Buchstabe an zweiter Stelle das Erzeugerland (z.B. DE für Deutschland)
    - und die letzen Ziffern den Legebetrieb und Stall.
  • Eier möglichst frisch kaufen und bis zum Verzehr immer kühl und dunkel lagern, am besten im Kühlschrank (das stumpfe Ende des Eis sollte nach oben zeigen!).
  • Maximal 28 Tage sind rohe Eier gekühlt haltbar (spätestens 18 Tage nach dem Legedatum müssen sie gekühlt werden), gekochte Eier halten sich ungekühlt bis zu drei Wochen.
  • Wenn Sie beim Kochen, Backen oder beim Eier ausblasen Eiweiß- oder Eigelb übrig haben, können Sie dies problemlos bei mindestens -18 °C einfrieren.
  • Eier nicht waschen, durch das Waschen wird die unsichtbare Schutzschicht von Salzen auf der Eierschale entfernt.

Frisch auf den Tisch - der "Schwimmtest"

Um zu testen wie frisch die Eier sind, legen Sie das rohe Ei in ein mit kaltem Wasser gefülltes Glas: alte Eier schwimmen an der Oberfläche, frische Eier bleiben flach am Boden liegen (Grund ist die Luftkammer: je älter das Ei, desto größer die Luftkammer).

Zubereitung

  • Vor dem Kochen das Ei am stumpfen Ende anpieken, damit es nicht beim Kochen platzt.
  • Für alle Speisen, die rohe oder nicht ganz durcherhitzte Eier enthalten - wie z.B. Pudding, Cremes, Tiramisu, selbst hergestellte Mayonnaise - immer ganz frische Eier verwenden (nicht älter als 8-10 Tage). Die Speisen möglichst unmittelbar nach der Zubereitung essen (innerhalb von zwei Stunden) oder bis zum Verzehr kühl (unter +7°C) nicht länger als einen Tag lagern.
  • Eierspeisen (z.B. Rührei, pochierte Eier) sind wegen der Salmonellengefahr ausreichend hoch zu erhitzen.
  • Eier, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, nur noch durcherhitzt verzehren.
  • Eine einfache Alternative zu gekauften "bunten" Eiern, ist auch das Selbstfärben von Eiern zu Hause. Eierfarben aus dem Supermarkt oder Farben aus der Natur wie z.B. Petersilie, Zwiebelschalen oder rote Beete, bieten dabei eine große Vielfalt an Farben.

"Eier enthalten viele lebenswichtige Stoffe und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung. Neben dem Gehalt an vollwertigem Eiweiß bieten Eier auch wertvolle Vitamine (A, D, E, K, B1 und B2) und Mineralstoffe wie Calcium und Eisen", erläutert Dipl.-Oec. troph. Diana Ahlborn, Ernährungsexpertin des LAVES.

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Quelle: Nieders. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

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